{"id":401,"date":"2020-11-23T18:16:55","date_gmt":"2020-11-23T18:16:55","guid":{"rendered":"https:\/\/holgersfotoblog.de\/?page_id=401"},"modified":"2021-03-14T23:02:08","modified_gmt":"2021-03-14T23:02:08","slug":"corona-part-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/holgersfotoblog.de\/?page_id=401","title":{"rendered":"Corona Part 2"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich hatte Stuttgart bereites im <a href=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/?page_id=185\" data-type=\"page\" data-id=\"185\">ersten Lockdown<\/a> besucht und die Gelegenheit genutzt, die Stimmung einzufangen. Diesmal besuchte ich Stuttgart bei Nacht. Aber warum eigentlich bei Nacht? Das hatte sich &#8211; zugegebener Ma\u00dfen &#8211; spontan ergeben. Meine Idee war aber klar. Wie sieht er der zweite Lockdown in Stuttgart aus? Im Folgenden zeige ich ein paar Bilder und gehe auf die Ideen ein, die ich umsetzen wollte. Als Equipment habe ich ich auf mein Sigma 20mm und auf mein Tamron 70-200mm gesetzt. Die Bilder sind bewusst dunkel gehalten, sodass die Lichtstimmung eingefangen wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die erste Location<\/h2>\n\n\n\n<p>Die erste Location ist ein italienisches Restaurant in einer sonst sehr belebten Ecke. Mir ist direkt der rote Teppich und die Lichtstimmung aufgefallen. Die Location hat mich fasziniert. Aber wie kann ich das abbilden, was mich fasziniert? <\/p>\n\n\n\n<p>Bei meinem ersten Versuch habe ich den Eingang des Restaurants links im Bild platziert. Meine Idee war eine klassische Bildgestaltung. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0230-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-407\" srcset=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0230-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0230-300x200.jpg 300w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0230-768x512.jpg 768w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0230-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Die erste Location, Versuch 1 (20mm)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Hier sieht man gut, was mich angezogen hat: Der rote Teppich und die Lichtstimmung. Besonders die beleuchtete Men\u00fctafel und auch der Lichtstreifen im linken Bogen (Bildmitte). Aber so wirklich hat mich das nicht \u00fcberzeugt. Der Eingang wirkt tot und der Blumenkasten trennt das Bild ungut ein zwei Teile und trennt das Bild grob in drei Drittel. Erstes Drittel auf der linken Seite enth\u00e4lt den Eingang. Die verbleibenden zwei Drittel sind vom Lichteffekt und dem roten Teppich gepr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0231-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-409\" srcset=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0231-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0231-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0231-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0231-1-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Die erste Location, Versuch 2 (20mm)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Beim zweiten Versuch habe ich den Bildausschnitt so ver\u00e4ndert, dass der Eingang nicht auf dem Bild ist. Der Blumenkasten ist links am Bildrand zu sehen. Die Men\u00fctafel ist von der Mittel leicht versetzt, der Lichteffekt ist gut zu sehen. Mit diesem Ergebnis bin ich soweit zufrieden. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Interessante an diese Location ist f\u00fcr mich Tafel. Die Empfehlung momentan ist das Rindersteak in Gorgonzolasauce. Mitten im Lockdown. Nicht am Anfang des Lockdowns, sondern mitten drin. Bei mir sorgt das f\u00fcr eine deprimierende Stimmung. W\u00e4hrend beim ersten Lockdown noch zuversichtliche Botschaften zu finden waren, sieht das f\u00fcr mich aus wie: &#8222;Sperrt zu Jungs. Wir gehen.&#8220; Ohne Zuversicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei diesem Bild habe ich bewusst keine &#8222;klassische&#8220; Bildgestaltung eingesetzt, sondern das Interessante in die Bildmitte genommen. Das wollte ich beim dritten Versuch noch etwas ins Extreme treiben. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0232-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-410\" srcset=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0232-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0232-300x200.jpg 300w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0232-768x512.jpg 768w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/DSC_0232-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Erste Location, Versuch 3 (20mm)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Beim dritten Versuch habe ich die Tafel in die Bildmitte gesetzt. Es gibt einen starken Kontrast zwischen dem dunklen Innenraum und der hellen Geb\u00e4udefront. Das Bild wirkt aufger\u00e4umt und fast schon minimalistisch. Dem Bild fehlt aber Tiefe. Leider steht ein Strauch direkt vor der Tafel und der Lichteffekt im linken Bogen. Ich finde das Bild jetzt nicht schlecht &#8230; aber mein zweiter Versuch gef\u00e4llt mir besser.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die zweite Location<\/h2>\n\n\n\n<p>Die zweite Location ist quasi um die Ecke vom gerade gezeigten Restaurant. Es handelt sich um eine Bar oder ein Bistro, das modern in freistehenden Glasw\u00fcrfel untergebracht ist. Viel Glas bedeutet, dass man gut reinschauen kann und nur deshalb kam auf die Location.<\/p>\n\n\n\n<p>Von au\u00dfen gut sichtbar und hell angeleuchtet stand dort eine Blume, die bei mir negative Assoziationen geweckt hat. In dieser Blume habe ich eine weise Lilie gesehen und diese verbinde ich mit Beerdigungen. Gleichzeitig wird diese aber direkt von einem Spot angestrahlt. Man kann sie also kaum \u00fcbersehen. Derjenige, der die Blume dort drapiert hat, will offensichtlich eine Botschaft \u00fcbermitteln. Und zwar keine gute.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch nicht gut war die Aufnahmesituation f\u00fcr mich. Starke Kontraste zwischen hell und dunkel. Und noch schlimmer ist, dass die weise Lilie eben genau das ist: weis. Dazu nat\u00fcrlich noch die Herausforderung des Fotografierens durch Glas: Reflektionen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0235-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-415\" srcset=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0235-scaled.jpg 2560w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0235-300x200.jpg 300w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0235-768x512.jpg 768w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0235-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption>Zweite Location. Versuch 1 (20mm)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Dieses Bild zeigt die angesprochenen Probleme. Die Bl\u00fcte ist nur als weiser, ausgefranster Fleck zu erkennen und \u00fcberbelichtet. Deutlich erkennbar sind zudem die Reflektionen im Glas. Generell hilft es gegen Reflektionen, n\u00e4her an die Glasscheibe zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0238-1-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-418\" srcset=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0238-1-scaled.jpg 2560w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0238-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0238-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0238-1-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption>Zweite Location. Versuch 2 (75mm)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den zweiten Versuch habe mein Objektiv von Weitwinkel (20mm) auf Zoom  (70-200mm) gewechselt. Der Bildausschnitt \u00e4ndert sich dramatisch. Die Belichtung habe ich so gepasst, dass die Bl\u00fcte nicht \u00fcberbelichtet ist. Dadurch \u00e4ndert sich die Wirkung des Innenraums ebenfalls enorm. Deutlich zu erkennen sind zwei Lichtquellen. Die angestrahlte Blume und der K\u00fchlschrank im Hintergrund. Durch einen geringen Abstand zu Scheibe, konnte ich die Reflektionen vollst\u00e4ndig umgehen. Ein schwer erkennbares Detail befindet sich im Hintergrund rechts neben dem K\u00fchlschrank. Dort stehen noch Kuchenst\u00fccke unter einem Glasdeckel.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0237-2-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-420\" srcset=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0237-2-683x1024.jpg 683w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0237-2-200x300.jpg 200w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0237-2-768x1152.jpg 768w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0237-2-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0237-2-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/DSC_0237-2-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption>Zweite Location. Versuch 3(112mm)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Beim dritten Versuch bin ich per Zoom weiter an die Blume ran. Sie dominiert nun fast zentral das Bild. Direkt im Licht des Spots f\u00e4llt auf, dass die Zeichnung der Bl\u00fctenstruktur verloren geht, die Belichtung ist also nicht optimal<\/p>\n\n\n\n<p>Aber welches Bild ist nun das &#8222;beste&#8220;? Technisch gesehen ist mein erster Versuch nicht gut. Das Bild ist zu hell und die Reflektionen st\u00f6ren. Das Bild ist eher dokumentarisch. Die Versuche 2 und 3 sind technisch besser und erz\u00e4hlen durch die Komprimierung des Bildwinkels eine Geschichte. Die Blume als Symbol im Vordergrund, der K\u00fchlschrank l\u00e4uft und Kuchen steht zum Verkauf bereit. Diese Szenerie verst\u00e4rkt die von mir hineininterpretierte Botschaft bzw. die Erwartung des Gastronoms: Abschied und Trauer. Aber beide Versuche sind sehr plakativ. Sie wollen etwas zeigen und sind entsprechend so gestaltet. Im Nachhinein gef\u00e4llt mir der erste, dokumentarische Versuch besser. Durch ver\u00e4nderte Einstellungen und Blickwinkel h\u00e4tte ich in bestimmt technisch verbessern k\u00f6nnen. Aber naja &#8230; h\u00e4tte h\u00e4tte Fahrradkette und in der Situation war mir die Bl\u00fcte wichtiger.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die dritte Location<\/h2>\n\n\n\n<p>Die dritte Location meines Ausflugs ist die Stuttgarter Schulstra\u00dfe. Diese eher enge Gasse ist normalerweise sehr stark frequentiert und ist auch als &#8222;Fressgasse&#8220; bekannt. Die Mieten in dieser Stra\u00dfe sind wohl sehr hoch und die L\u00e4den profitieren von einer hohen Kundenfrequenz. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen war Deutschland aber im zweiten Lockdown und entsprechend gro\u00df d\u00fcrften die wirtschaftlichen Probleme gewesen sein.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"6000\" height=\"4000\" src=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0239-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-425\" srcset=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0239-1.jpg 6000w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0239-1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 6000px) 100vw, 6000px\" \/><figcaption>Dritte Location. Einer verlassener Schuladen (20mm).<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Dieses Bild habe ich aufgenommen, da es in der verlassenen Schulstra\u00dfe durch den hell erleuchteten Innenraum herausgestochen ist. Die Regale sind allesamt leer und lediglich der Markennamen gibt dar\u00fcber Aufschluss, was einst hier verkauft wurde. Die gro\u00dfen Glast\u00fcren geben dabei den Blick in einen l\u00e4nglichen Verkaufsraum frei, in dem noch Regale und Kassentresen zu finden sind. Obwohl der erleuchtete Laden heraussticht, empfinde ich das Bild als bedr\u00fcckend. Es hat sich nicht einmal wer die M\u00fche gemacht, die Zeitschaltuhr f\u00fcr das Licht auszumachen. Der Interpretation passt f\u00fcr mich zur ersten Location und erzeugt bei mir den Eindruck von &#8222;Jungs, r\u00e4umt ein und dann Abgang.&#8220; Im Prinzip eine Komplettaufgabe. Der erleuchtete Innenraum ist zeigt vielmehr, was mal war.<\/p>\n\n\n\n<p>Das zweite Bilder ist ebenfalls in der Schulstra\u00dfe entstanden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0240-1-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-427\" srcset=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0240-1-scaled.jpg 2560w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0240-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0240-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0240-1-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption>Dritte Location. Ein verlassener Laden (20mm).<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Hier ist die Situation komplett komplement\u00e4r zum ersten Bilder an Location drei. Der Laden ist komplett unbeleuchtet und leerger\u00e4umt. Es gibt keine Hinweise darauf, was hier verkauft wurde. Die gro\u00dfen Glast\u00fcren beziehungsweise Schaufenster spiegeln die Umgebung und man indirekt Blick auf die Nordsee, Bonita und Tabak-\/Zeitschriftengesch\u00e4ft.  Obwohl dieser Laden ebenfalls verlassen wurde, empfinde ich den Eindruck als nicht so niederschlagend als beim ersten Bild. Hier herrscht Anonymit\u00e4t, es gibt keine Reste oder Erinnerungen, es gibt nichts. Die Reflektion von Bonita in der Scheibe ist interessant. Schaut man genau hin, erkennt man drei Poster: &#8222;Alles reduziert -20%&#8220;, ein nicht lesbares, handgeschriebenes Poster und als letztes der Hinweis &#8222;Alles reduziert. Wir schlie\u00dfen diese Filiale&#8220;. Dieses Bild hat quasi doppelte Aufgabe erfasst. Die abgeschlossene, vollst\u00e4ndige Aufgabe und eine noch anstehende Aufgabe.  <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die vierte Location<\/h2>\n\n\n\n<p>An der vierten Location ist nur ein Bild entstanden. Auch hier habe ich wieder einen leerstehenden Laden fotografiert, der ein interessantes Detail zeigt, das zur Interpretation der Szene einen &#8211; eventuell unbeabsichtigten &#8211; Beitrag leistet.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0244-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-428\" srcset=\"https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0244-scaled.jpg 2560w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0244-300x200.jpg 300w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0244-768x512.jpg 768w, https:\/\/holgersfotoblog.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/DSC_0244-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption>Die vierte Location. Ein verlassener Messerladen (20mm).<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Dieses Bild auf der K\u00f6nigstra\u00dfe in Richtung Hauptbahnhof entstanden. Auch hier ist das beherrschende Thema wieder Leerstand. Die Lichtsituation war generell dunkel und Beleuchtung sp\u00e4rlich. Das Bild zeigt das Schaufenster eines ehemaligen Messerladens, der sich wohl besonders bei Touristen einer gewissen Beliebtheit erfreut hat. Der Eingang liegt verdeckt auf der linken Seite des Bildes, der Blick in den Verkaufsraum ist verdeckt. Durch das begrenzte Blickfeld fehlt die g\u00e4hnende Leere der vorangegangenen Location. Interessant ist aber das Objekt, das das Blickfeld begrenzt: Zwei Kinoplakate. Erg\u00e4nzen m\u00f6chte ich noch, dass das mittlerweile geschlossene Kino Metropol in direkter Nachbarschaft liegt. Bei den Plakaten handelt es sich um die Ank\u00fcndigung des neuen Films aus der James Bond Reihe mit dem Titel &#8222;Keine Zeit zu sterben&#8220;. Ich bin mir hier nicht sicher, ob und was sich dabei gedacht wurde, genau diese Poster einzusetzen. F\u00fcr mich entsteht hier der Eindruck eines gewissen Trotzes des Ladenbetreibers. Vielleicht l\u00e4sst sich auch herauslesen, dass der zweite Lockdown so unerwartet kam, dass tats\u00e4chlich keine Zeit zum sterben war.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und jetzt?<\/h2>\n\n\n\n<p> Eigentlich hatte ich ein ganz anderes Ziel bei dem spontanen Ausflug nach Stuttgart. Ich wollte bei Dunkelheit ein paar Ideen zur Bildgestaltung umsetzen. Bei Location 1 und 2 habe ich das noch umgesetzt, bei Location 3 und 4 ist dieser Ansatz nicht mehr zu finden. Was ist geschehen? Zum einen hat sich das Motiv ge\u00e4ndert. Von Au\u00dfenansichten beziehungsweise dem Blick ins Innere eines Caf\u00e9s hinzu Frontalaufnahmen aufgegebener L\u00e4den. Zum anderen hat sich auch mein Ansatzpunkt ver\u00e4ndert. Anstatt mittels Bildgestaltung und Technik zu komponieren, wurde in den sp\u00e4teren Bildern dokumentiert. Entsprechend sind diese Bilder auf der einen Seite einfacher, aber auf der anderen Seite umso spannender, da sie eine Geschichte erz\u00e4hlen. Der hell erleuchtete Schuladen zum Beispiel. Das Licht scheint ja irgendwie vergessen zu sein. Im Kontrast der anonyme zweite Laden. Was war dort mal zu finden? Der aufgegebene Messerladen. Ist die Auswahl des Filmplakats Absicht gewesen? Die Hinwendung zur Dokumentation ist mir selbst erst bei der Auswahl der Bilder bewusst geworden. Das soll jetzt nicht hei\u00dfen, dass Bildgestaltung und Bildkomposition nutzlos sind. Aber bei der Dokumentation sind dieser nachrangig, da die Bilder eine Geschichte unabh\u00e4ngig vom Goldenen Schnitt erz\u00e4hlen.    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte Stuttgart bereites im ersten Lockdown besucht und die Gelegenheit genutzt, die Stimmung einzufangen. 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